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Unsere kleine Farm


Eigentlich wollten wir uns nur auf Straußenzucht konzentrieren. Daher ist „Unsere kleine Farm“ sozusagen per Zufall entstanden. Sei es, dass wir unseren Biomüll entsorgen wollten, eine trächtige Kuh von einem Dorfmitbewohner supergünstig angeboten bekamen oder einfach einen Rasenmäher für unsere großen Weideflächen benötigten. So hat die Anschaffung eines jeden Tieres seine eigene Geschichte, aber lesen Sie dazu selbst …



Ferkel


Unsere kleine Farm… eine Nachbarsfrau, die jeden Morgen und Abend ihre Kühe an unserem Haus vorbei trieb erzählte uns dass ihr Schwein geferkelt hatte und bot uns an, ihr ein paar kleine Ferkelchen abzukaufen. Da Müll auf dem Lande echt ein Problem ist, und wir so wenigstens unseren Biomüll entsorgt sahen, es im Hinblick auf einen saftigen Ferkelbraten ja obendrein noch einem guten Zweck diente, versprachen wir zwei Ferkel zu kaufen. Gesagt getan und im Handumdrehen waren wir stolze Besitzer zweier paraguayischen Ferkel. Diese banden wir auch nach paraguayischer Art mit einem Seil an einem Baum fest. Doch zu ihrer Freude und unserem Ärger schafften die beiden es sich immer wieder zu befreien und genüsslich innerhalb kürzester Zeit unsere Wiese zu zerpflügen. Für einen außen stehenden Beobachter sah es sicher lustig aus, dass wir selbst am Weihnachtsmorgen nicht verschont blieben und unseren kleinen Schweinchen über der Wiese hinterher rennen mussten um sie wieder einzufangen.


Jedenfalls hatten wir genug von diesen Spielchen, so dass wir uns entschlossen, einen vernünftigen Schweinestall bauen zu lassen. Durch unsere ganzen Baustellen waren wir jedoch so mit anderen Dingen beschäftigt, dass wir keine Zeit fanden die immer größer werdenden Ferkel zu grillen und verspeisen


Unsere kleine FarmEin guter Bekannter und Sachverständiger in Sachen Schweinen machte uns eines Tages darauf aufmerksam, dass unsere Ferkelchen inzwischen schon in dem Alter wären, dass sie gedeckt werden könnten. So hielten wir nach einem geeigneten Eber Ausschau. Dieser ließ sich auch bald finden. Mit seinem Besitzer wurde ein Preis für die Dienste des Ebers ausgehandelt und eines Nachmittags wurden die beiden jungen Schweinedamen auf unseren Pick-Up verladen und zu ihrem ersten Schäferstündchen chauffiert. Der Eber erwartete sie schon sehnsüchtig und das Ergebnis konnte sich ca. 4 Monate danach sehen lassen. 20 kleine Ferkelchen erblickten das Licht der Welt.


Unsere kleine FarmDoch zuvor mussten wir den Schweinestall um mehr als das Doppelte vergrößern lassen, da die Ferkel ansonsten nicht alle hineingepasst hätten. 13 Ferkel wurden mittlerweile verkauft, eines landete auf unserem Grill, so dass wir aktuell noch 6 Stück davon haben zusätzlich noch die beiden Muttertiere.




Unsere kleine FarmIrgendwie scheint sich das Rad der Zeit in Paraguay doch etwas schneller zu drehen, als wir es von Deutschland gewohnt sind. Jedenfalls sind die 6 Ferkel nun auch schon wieder in dem Alter, dass wir uns nach einem dienstbereiten Eber umschauen mussten. Dieser darf nun die nächsten Wochen bei den netten jungen Damen wohnen und das Spiel beginnt von vorn. Wieder muss der Schweinestall vergrößert werden. Dies hätte jedoch solche Dimensionen angenommen, dass wir gleich einen neuen Stall gebaut haben, so dass wir hierin gut 36 Schweine aufziehen können.


Eines haben wir uns jedoch fest vorgenommen, dass dieser Stall nun nicht mehr vergrößert wird. Wer hätte gedacht, dass Schweinezucht so schnell geht!!!


Schafe


Unsere kleine Farm… um den vielen Rasenflächen Herr zu werden waren die 6 Schafe plus Schafbock nur als Rasenmäher gedacht. Seit wir aber bei Paraguayern zum grillen eingeladen waren und in den Genuß kamen gegrilltes Schaffleisch zu essen sind wir auf den Geschmack gekommen. Da sich unsere Schafe seither auch schon kräftig vermehrt haben werden sie wohl künftig nicht nur Rasenmäher sein. Leider!!!



Kühe


Unsere kleine FarmUm unseren Graswuchs im Zaum zu halten schafften wir uns gleich zu Beginn ein paar Rinder und Ochsen an. Einige Leute aus dem Dorf zeigten Interesse an unseren Ochsen und kauften sie uns als Gespann-Ochsen ab. So stellten wir schnell fest, dass man mit diesen Tieren etwas Geld verdienen kann.



Unsere kleine FarmKurz danach wurde uns eine trächtige Kuh supergünstig angeboten, so dass wir dieses Angebot nicht abschlagen konnten. Zudem ist so eine Kuh ja auch nützlich, da sie wenn das Kälbchen dann geboren ist wertvolle Milch liefert. So kamen wir dann bald in den Genuss unsere eigene Milch zu haben und somit auch Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse selbst herstellen zu können. Leider wurde die Kuh dann eines Tages krank und starb angeblich an Tollwut, die hier durch Fledermäuse übertragen wird.


Da Milch und alle Milchprodukte in den vergangenen Jahren auch hier in Paraguay sehr angestiegen sind wollen wir uns nun wieder Milchkühe zulegen. Denn gute Milch ist in Paraguay ein sehr gefragter Artikel und es gibt genügend Abnehmer.



Landwirtschaft


Unsere kleine FarmIm vergangenen Jahr konnten wir noch angrenzend an unser Grundstück weitere 8 Hektar dazu kaufen. Wie alle Nahrungsmittel sind auch Futtermittel in den letzten Jahren im Preis gestiegen, so dass wir uns dazu entschlossen haben, die Flächen zu bewirtschaften und Futtermittel für unsere Tiere wie z. B. Mais, Getreide, Bohnen, Erdnüsse, Süßkartoffeln, … zum Teil selbst anzubauen.




Unsere kleine FarmFür die Bearbeitung und Urbarmachung der Flächen hat uns die Gemeinde Loma Grande ihren Traktor zur Verfügung gestellt. Nur die Flächen wo der Traktor nicht durchkam wurde mit Ochsen und einem Handpflug gepflügt.





Gartenbau


Unsere kleine FarmDamit wir uns und unsere Gäste gesund ernähren können darf natürlich ein Gemüsegarten nicht fehlen. So wurde vor unserer Küchenterrasse die dafür vorgesehene Fläche mit einem Ochsengespann und Handpflug innerhalb kurzer Zeit umgepflügt, ...




Unsere kleine Farm... in Beete aufgeteilt, eingesät ...






Unsere kleine Farm... und damit die ganze Mühe nicht umsonst war und in der Sonne verbrennt wird ein Halbschattendach darüber gespannt.





Unsere kleine FarmInzwischen ist alles kräftig am sprießen und wir konnten schon unseren eigenen Salat ernten.







Hunde, Katze und Papagei


Unsere kleine Farm… als Schutz- und Wachhunde haben wir uns gleich zu Beginn einen Pastor Aleman (Deutschen Schäferhund) zugelegt. Evo ist hier in der Umgebung weit gefürchtet und war uns bisher immer ein guter Wachhund.




Unsere kleine FarmAuch unsere Schäferhündin Condi ist stets aufmerksam und eine verrückte Gesellin, mit der es unserm Evo nie langweilig wird.





Unsere kleine Farm… wie das hier in Paraguay oft so ist, haben Tiere nicht viel wert. So ist uns auch vor über einem Jahr ein fast verhungertes kleines Kätzchen zugelaufen. Wir hatten uns seiner erbarmt und es wieder aufgepeppelt. Es hat sich gelohnt!!! Es ist eine wunderschöne Katze geworden. Ihr Name ist Gato.



Unsere kleine Farm… eines Tages rief uns ein Bekannter an, ob wir nicht einen Papagei wollten. Seine Papageien hatten Junge gekriegt, und diese wollte er verschenken. Unsere Kinder konnten da nicht nein sagen, und so kreischt und plappert seither ein fröhlicher Papagei namens Carlo in die Runde.





Geflügelhof


Unsere kleine Farm... damit „Unserer kleinen Farm“ komplett ist, werden gerade alle Vorbereitungen für einen Geflügelstall getroffen. Wir hoffen, dass dieser bald fertig gestellt und dann von den Zweibeinern bewohnt werden kann.